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2004
Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818
Konzertchor der Landeshauptstadt Düsseldorf
Manfred Hill
8. SCHUMANNFEST DÜSSELDORF 2004
ROBERT SCHUMANN: „DAS PARADIES UND DIE PERI“
SZENISCHE AUFFÜHRUNG EINES WELTLICHEN ORATORIUMS
Dokumentation über ein einmaliges Projekt in der Tonhalle Düsseldorf
Alle Beteiligten gingen mit Akribie an die Arbeit. Sie verbanden, unter der Leitung von GMD John Fiore, die wunderbare Musik Robert Schumanns mit einer von Gregor Seyffert und Gottfried Helnwein großartigen szenischen Umsetzung des Textes von Thomas Moore. In fünf Aufführungen fanden sich mehr als 6.000 begeisterte Zuhörer und Zuschauer in der Tonhalle ein. Den Beifall des Publikums konnte man an jedem Abend „frenetisch“ nennen.
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SCHUMANNS DAS PARADIES UND DIE PERI- ATEMBERAUBENDE SZENISCHE REALISIERUNG IN DER DÜSSELDORFER TONHALLE
Gregor Seyffert – mit Preisen geradezu überschüttete Tanzikone – hat zusammen mit Gottfried Helnwein – international geachteter Künstler und Bühnenbildner – ein im wesentlichen tänzerisches, hochintelligentes Konzept entworfen, welches alle Mittel moderner, multimedialer Bühnengestaltung beinhaltet; dem Besucher gehen förmlich die Augen über. Vor lauter medialer Aktivität könnte man fast die traumhaft schöne Musik und den Gesang vergessen.
Frenetischer, nicht enden-wollender Beifall, eines begeisterten Düsseldorfer Publikums, für einen Abend, den keiner so schnell vergessen wird. Lebendigstes Musiktheater, welches der sich zur Zeit im Tiefschlaf befindenden Deutschen Oper am Rhein nicht nur konkurrenzlos den Ruhm abgräbt, sondern zeigt, daß Düsseldorf durchaus Weltklasse bieten kann. Warum nicht öfter ? |
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Peter Bilsing
Der neue Merker Oper, Ballett und Konzert |
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1. Vorgeschichte und Ergebnis:
Als die Macher des Schumannfestes 2004 unter der Führung von Prof. Dr. Simson mit ihren Grundüberlegungen für die Realisierung des Festes begannen, verpflichteten sie die Intendantin des „Düsseldorfer Altstadtherbstes“, Christiane Oxenfort, auch für die Leitung dieses Schumann-Festes. Schnell reifte der Gedanke, Robert Schumanns weltliches Oratorium „Das Paradies und die Peri“ in eine szenische Realisierung und zum Höhepunkt des Festes zu bringen. Schnell war auch klar, dass der Ausnahme-Baletttänzer Gregor Seyffert mit seiner „Compagnie Gregor Seyffert“ der richtige Partner sei. Ebenso schnell wurde Gottfried Helnwein für die Ausstattung, Video und Bild gewonnen. Hans Jürgen Müller, in Düsseldorf erprobt und in bester Erinnerung durch viele Veranstaltungen im „Altstadtherbst“ und die Realisierung des „Heine-Spektakels“, wurde mit der technischen Leitung beauftragt. Von Anfang an war sicher, dass alle Beteiligten vor Herausforderungen gestellt werden würden, die man sich eigentlich nicht vorstellen konnte. Alle Beteiligten sollten in die Szene eingebunden werden. Die enormen technischen Probleme in der Tonhalle mussten gelöst werden, die räumlichen Schwierigkeiten, einen szenischen Betrieb in einem Konzertsaal zu realisieren, erforderten jede Unterstützung durch die Intendantin der Tonhalle, Vera van Hazebrouck, und erforderte auch die Kreativität der Haustechnik und der Hausverwaltung. Für den Chor mussten Wege gefunden werden, wie die Grundzüge der Regieanweisungen in einer einzigen Bühnenorchesterprobe vor den drei Hauptproben vermittelt werden können und wie alle Wünsche der Regie an den Chor weitergegeben werden können. Alle Beteiligten gingen mit Akribie an die Arbeit. Sie verbanden, unter der Leitung von GMD John Fiore, die wunderbare Musik Robert Schumanns mit einer von Gregor Seyffert und Gottfried Helnwein großartigen szenischen Umsetzung des Textes von Thomas Moore. In fünf Aufführungen fanden sich mehr als 6.000 durchweg begeisterte Zuhörer und Zuschauer in der Tonhalle ein. Den Beifall des Publikums konnte man an jedem Abend „frenetisch“ nennen. |
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2. Mitwirkende:
Das Paradies und die Peri 9. Juli und 12. - 14. Juli 2004, 20 Uhr 11. Juli 2004, 11 Uhr Tonhalle Robert Schumann Das Paradies und die Peri. Dichtung aus „Lalla Rookh“ von Thomas Moore für Solostimmen, Chor und Orchester - Op. 50 John Fiore, Musikalische Leitung Gregor Seyffert, Konzept und Inszenierung Gottfried Helnwein, Bühne, Kostüme, Video und Maske Goyo Montero und Gregor Seyffert, Choreografie Irina Hermann, Choreografie Luftakrobatik Marek Rózycki, choreografische Mitarbeit / Probenleitung Darsteller Gregor Seyffert, Peri Irina Melnichenko, Olga Onoprienko, Alexandr Crachun, Yevgeniy Shchukin und Valeriy Yemets, Engel / Himmelswächter Heike Keller, Jungfrau Malina Fettkenheuer und Laura Reuss, Kind Raimondo Rebeck, Jüngling (2. Teil) Goyo Montero, Mann Peter Luppa, Gazna Swen Raschka, Jüngling (1. Teil) Robert Viehweg, Alexander Sokolov, Damian Pietrowski, Viktor Marek, Alexander Schottke, Philip Hausenblas, Grischa Grzybowski und Danny Poßberg, Gefolgschaft Gazna Sänger Jörg Waschinski, Sopran (Peri) Markus Schäfer, Tenor (Erzähler) Alison Browner, Mezzosopran (Der Engel, Alt-Solo) Anke Krabbe, Sopran (Jungfrau) Andreas Post, Tenor (Jüngling) Raimund Nolte, Bariton (Ein Mann) Karl Petersen, Bass (Gazna) Theresa Kronthaler, Mezzosopran Anja-Nina Bahrmann, Sopran Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. (Einstudierung: Marieddy Rossetto) Düsseldorfer Symphoniker Produktionsteam Thomas Guggi, Produktionsleitung Hans-Jürgen Müller, Technische Leitung Rolf Wenzel, Lightdesign Martin Stender, Bühnenrealisation Amélie Haas, Kostümrealistation Nana Rossbach, Theaterkostüme Köln Frantisek Machac, Maske Stephan Wöhrmann und Oliver Doerell, Sounds Thomas Guggi, Produktionsleitung Petra Tobies und Igor Protsenko, Technische Assistenz Marco Weitenhagen (1. Operator), Miriam Willems (Operator), Elisa D'Ettoro (Operator) und Sebastian Heller (Operator) Ida Storm-Jansen, PR / Öffentlichkeitsarbeit (Berlin) Reinhard Kaufmann, Korrepetition Martin Schmitz, Abendspielleitung Katja Lemmler, Produktionsassistenz Elke Scheuermann, Kostümbearbeitung und Garderobe Valerie Schoots, Garderobe Das Gewand, Angelika Sproll, Kopfbedeckungen Chor Hutsalon Erika, Bärbel Wolfes, Hüte Solisten und Orchester Simone Dali, Modelle Kopfbedeckungen Video Gottfried Helnwein, Produzent, Regie Gregor Seyffert, Choreografie Robert Brinkmann, Kamera Tom Vandermillen, Kamera Assistent Erik Folsom, Licht Tony Snegoff, Stunt Koordinator Jason Thompson, Stunt Assistent Gregor Seyffert, Malina Fettkenheuer und Laura Reuss, Darsteller Renate Helnwein, Produzent Alexander Panov, Produktionsleitung Cyril Helnwein, Line Producer Heather M. Gonzalez und Lottie Stannard, Maske Eine Produktion von: Robert-Schumann-Gesellschaft e.V., Düsseldorf, vertreten durch Christiane Oxenfort, Festivalmanagerin In Kooperation mit: den Düsseldorfer Symphonikern und der Tonhalle Düsseldorf, vertreten durch Vera van Hazebrouck, Intendantin der Staatlichen Ballettschule Berlin und Schule für Artistik und Gregor Seyffert & Compagnie Veranstalter 9., 11. und 12. Juli 2004: Düsseldorfer Symphoniker Veranstalter 12. und 13. Juli 2004: Robert-Schumann-Gesellschaft e.V., Düsseldorf Herzlichen Dank an Helga Teuscher, Maskenbildnerin Komische Oper Berlin Dietmar Wolf, Technischer Direktor Komische Oper Berlin Prof. Stewart Emerson, Hochschule für Musik „Hans Eisler“ Berlin Opernhaus Zürich, Kostümabteilung Spieldauer ca. 120 Minuten ohne Pause Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. (Besetzungsliste Stand 9. Juli 2004) Sopran Yoshiko Asano, Jutta Bellen, Susanne Bellmann, Annebärbel Bierbach, Dagmar Clöfers, Sabine Dahm, Wilma Diekmann-Bastiaan, Gisela Elter, Heike Fromeyer, Julieta González Torres, Heidemarie Hachel, Barbara Hopf-Kürten, Susan Jones, Gretel Kringe, Brigitte Krämer, Hildegard Kuhn, Ingeborg Kupferschmidt, Bettina Lange-Hecker, Ruth Langemeyer, Claudia Luthen, Frauke Mantica, Annette Müller, Nicole Oehlert, Elisabeth Petrusch, Karolina Rüegg, Stefanie Schulz, Wanda Skory, Lena Sokoll, Dörte Springorum-Kölfen, Paola Tedde Alt Karen Baasch, Freygerd Baffy, Dr. Maria Bauer, Birgit Biereigel, Renate Bode, Gerlinde Breidenbach, Ursula Brückner, Angela Bönn-Griebler, Tatjana Cuic, Astrid Dahm, Ursula Eitel, Monika Greis, Julia Hagemann, Renate Heinzig-Keith, Irmgard Hill, Karin Kerner, Simone Kneiseler, Satomi Kondo, Andrea Kugler-Sterzel, Gisela Kummert, Ingrid Lang-Andrée, Angelika Liedhegener, Stefanie Meding, Christine Meißner, Barbara Mokross-Brisson, Mami Murakami, Josefine Nitz, Marianne Rasp, Konstanze Richter, Roswitha Schreiber-Schlöder, Rita Schwindt, Ingrid Spieckermann, Hella Stursberg, Christa Terhedebrügge-Eiling, Margaret Thomes, Margit von Wrisberg, Dr. Utta Wentscher, Angelika Weyler, Beate Wieland, Kayoko Yamaguchi, Makiko Yoda Tenor Jens D. Billerbeck, Georg Fleischhauer, Reinhard Fuchs, Erich Gelf, Joachim Günther, Hans-Peter Hill, Horst Meyer, Jürgen Möller, Dr. Thomas Ostermann, Günter Pulm, Wolfgang Reichard, Rolf Schumacher, Daniel Thiel, Klaus Walter, Javier Zapata Bass Josef Esser, Klaus-Jürgen Exler, Hans-Werner Hammen, Manfred Hill, Volker Kaul, Johannes Keith, Markus Klausch, Wolf Koch, Peter Kraus, Dr. Wolfram Küntzel, Lutz-Uwe Köbernick, Georg Lauer, Johannes Meller, Hermann Oehmen, Dr. Walter Pietzschmann, Wolfgang Reinartz, Heribert Scheider, Kai-Uwe Schöler, Ernst-Dieter Schmidt, Rolf Schönberg, Georg Toth Düsseldorf Symphoniker (Besetzungsliste Stand 25. Juni 2004, Änderungen vorbehalten) 1. Violine Franziska Früh, Emilian Piedicuta, Roland Faber, Ekkehard Fucke, Michael Schwab, Danuta Knuth, Elke Mehlin, Martin Schäfer, Susanne Ripphahn, Dr. Berta Metz-Kukuk, Tina Kim, Patrick Schleuter 2. Violine Italo Mangone, Gabor Sinay, Jutta Bunnenberg, Margaret Sbarcea-Ferrett, Robert Schumann, Boguslaw Markwica, Beate Kleinert, Rüdiger Zeller, Sven Hartung, Akio Iso Viola Ralf Buchkremer, Gabriel S. Bala-Ciolanescu, Wolfgang Brettschneider, Ludmilla Matters, Gudela Blaumer, Klaus-Günter Hollmann, Marlena Ulanicki, Hui-Chu Hsiao Violoncello Beni Santora, Jérome Tétard, Martina Gerhard-Ueberschaer, Wendy Nagel, Michael Flock, Miranda Harding Kontrabass Wlodzimierz Gula, Gottfried Engels, Claus Körfer, Joachim Breitling Flöte Ruth Legelli, Rosemarie Schmidt, Masakatsu Muramatsu Oboe Taskin Oray, Ulrich Brokamp Klarinette Wolfgang Esch, Jochen Mauderer Fagott Veit Scholz, Gernot Friedrich Horn Uwe Schrumpf, Lars Wachelder, Ralf Warné, Tim Lorenzen Trompete Rodney W. Miller, Josef Koczera Posaune Martin Hofmeyer, Andreas Rauber, Jan Henrik Perschel Tuba Lothar Schumacher Harfe Fabiana Trani Pauke Bert Flas Schlagzeug Alfred R. Scholz, Helmut Huy, Dirk Neuner |
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3. Chorvorbereitung:
Der Chor hatte am 21. 6. sein letztes Konzert mit der „Glagolitischen Messe“ mit großem Erfolg zur Aufführung gebracht und stieg sofort in die Probenarbeit für die „Peri“ ein, nicht wissend, was alles auf ihn zukommt. Marieddy Rossetto und Manfred Hill waren in großer Sorge, ob die außergewöhnlichen Belastungen für die Mitglieder zu verkraften wären. Auf Wunsch von Manfred Hill fand dann am Sonntag, dem 27. 6., eine mehrstündige Regiebesprechung statt, an der Gregor Seyffert, Thomas Guggi, Marek Rózycki, Heike Keller, Marieddy Rossetto (Chorleitung) und Manfred Hill (Chorvorsitzender), teilnahmen. In dieser Besprechung wurde das gesamte Stück durchgearbeitet und festgelegt, was man wo und wie von Sängerinnen und Sängern an szenischer Präsenz erwartet. Manfred Hill brachte diese Erkenntnisse am selben Abend zu Papier, wie in den nachfolgenden PDF-Dateien nachlesbar. Marieddy Rossetto steuerte Kurzanweisungen bei für die Teile, die auswendig gesungen werden müssen. Der Chor studierte insgesamt vier Stücke ein, die ohne Klavierauszug gesungen werden sollten. Viele viele organisatorische Dinge waren notwendig, um das gesamte Projekt für die ca. 120 Choristen überhaupt händelbar zu machen. Komplizierte Zeitpläne wurden erstellt (siehe PDF-Dateien), das Schminken, die Kostümzubereitung, die Behandlung der Fahnen, die Notenbeleuchtung, die Podiumsverhältnisse, die schwierigen räumlichen Verhältnisse und viele Dinge mehr mussten besprochen werden. Regieanweisungen 1 Regieanweisungen 2 Kurzgefasste Regieanweisung Nr. 1-8 Kurzgefasste Regieanweisung Nr. 18-26 Spickzettel Chor Szene GMD Fiore |
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4. Kostümübergabe:
Im Vorfeld hatte der gesamte Chor Maßtabellen erhalten, nach denen Frau Amélie Haas die Kostümrealisierung für den Chor bewerkstelligte. Am 1. 7. war dann in der Rotunde die Kostümübergabe. Vorher hatten einige Chordamen von dicken schwarzen Stoffballen Bahnen geschnitten, nach den Maßtabellen die roten Kostüme und die Mützen den einzelnen Mitgliedern zugeordnet. Dann erhielt jedes Mitglied sein Kostümpaket zur Behandlung für die nächsten 14 Tage. Gleichzeitig gab es Druckknöpfe, die angenäht, weiße Gummibänder, die in die Ärmel eingenäht und rote Gummibänder, die an die rote Mütze genäht wurden mussten.
Mit großem Hallo und großer Freude wurden die Kostüme begutachtet, anprobiert und ausprobiert. Frau Haas legte ihre anfängliche Skepsis darüber, ob das alles so funktioniert, sofort ab, als sie die unkomplizierten Sängerinnen und Sänger näher kennengelernt hatte, und äußerte sich immer wieder ganz begeistert über diesen fröhlichen und professionellen Chor. |
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5. Klavierprobe:
Da bei diesem „Event“ alles anders war als sonst, gab es vor der Klavierprobe am Montag, den 5. 7., am Samstag den 3. 7. eine Bühnenorchesterprobe, und so ging der Chor ohne Kenntnis, wie Maestro Fiore das Stück gestaltet, bangen Herzens in diese Probe. Alle offenen Fragen wurden dann bei der späteren Klavierprobe musikalisch geklärt, und im Anschluss daran erläuterte Herr Seyffert und Herr Helnwein dem Chor nochmals das Regiekonzept. |
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6. Orchesterproben:
Ab dem 6.7. ging es in die regulären Orchesterproben, die natürlich immer szenisch waren, lange Probenzeit in Anspruch nahmen und bei denen Manfred Hill mit Unterstützung von Marieddy Rossetto als „Regisseur“ ständig Regieanweisungen in die Sängerschar rief. Ab dem 7.7. fanden alle Proben mit Kostüm und Maske statt. |
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7. Maske
Das Schminken war ein enorm logistisches und ein Raumproblem. Nach langem Hin und Her arrangierte man sich und legte die Schminkabteilung in den Probensaal des Chores, der dadurch natürlich bei der täglichen Kurzprobe und beim Einsingen beeinträchtigt war. Es musste unter der Leitung von Frantisek Machac die Maske der Deutschen Oper am Rhein täglich in knapp zwei Stunden fast 200 Menschen mit den unterschiedlichsten Masken versehen. Das war eine große Leistung des Schminkteams, das alle Schwierigkeiten mit großer Professionalität bewältigte.
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8. Maske Chor
Viele Sängerinnen und Sänger erschienen wegen des großen Andrangs teilweise schon um 17.30 Uhr in der Tonhalle und verbrachten dadurch fast jeden Abend bald 5 Stunden in diesem Musentempel. Alle waren fröhlich, ließen sich bereitwillig schminken, wickelten alle Kleiderwechsel im Probensaal ab und standen in aller Regel wirklich pünktlich um 19.00 Uhr der Chorleiterin Marieddy Rossetto zum Einsingen zur Verfügung.
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9. Einsingen:
Das tägliche Einsingen mit Kurzprobe entwickelte sich zunehmend zum Event. Zum Einen hatte der Chor fast an jedem Tag einen Geburtstag zu feiern, dann wickelte Marieddy Rossetto das Einsingen mit aller künstlerischen Verantwortung ab und gab dabei immer wieder Regieanweisungen (Schwarzes Kostüm weg - Mütze weg- Fahne hoch – Fahne schwenken – Fahnen beruhigen usw. usw.). Jeden Abend kam Maestro John Fiore ebenfalls zum Schminken, ging dann sofort zum Klavier und spielte die Passagen, die Marieddy Rossetto gerade mit dem Chor übte, als „Korrepetitor“ auswendig und wunderbar auf dem Klavier, während Marieddy Rossetto dirigierte. Für alle war auch das ein riesiger Spaß, der eine große Motivation für das jeweilige Abendkonzert darstellte.
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10. Die Aufführungen:
Am 9. 7. dann die herbeigefieberte Premiere vor ausverkauftem Haus. GMD John Fiore überragte alles, was auf der „Erde“ stattfand, und hatte nur die „fliegende Peri“ (Gregor Seyffert) und die „Himmelswächter“ über sich. Ein erlesenes Solistenensemble verschaffte glückliche Momente, die Düsseldorfer Symphoniker und der Musikvereinschor waren in Glanzform, die Darsteller und natürlich die außerordentliche Tanzkunst Gregor Seyfferts beeindruckten so sehr, dass dieses große Wagnis zu einem umjubelten Erfolg wurde. Alle kommenden vier Aufführungen wurden mit der gleich großen Begeisterung vom Publikum aufgenommen. Einige wenige Zweifler am richtigen Konzept mussten sich der Macht dieser Begeisterung beugen.
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11. Paradiesfest
Nach der grandiosen Premiere ging es in der Rotunde fröhlich weiter. Abschlussfest der Düsseldorfer Symphoniker mit einem bunten Programm und ausgiebigem Stockheim-Catering. Mit einem Überraschungsgast, den die Intendantin Vera van Hazebrouck um 24.00 Uhr präsentierte: Maestro Fiore wurde zu „John Sinatra Fiore“ und begeisterte das Publikum mit einer auf Düsseldorf umgemünzten Fassung von „New York-New York“. Die Überraschung war gelungen und es wurde bis gegen 3.00 Uhr gefeiert.
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Vollständiger Text und Bilder:
www.musikverein-duesseldorf.de
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Das Paradies und die Peri - Bilder
(Paradise and the Peri)
Oratorium by Robert Schumann after "Lalla Rookh" by Thomas Moore Concept: Gregor Seyffert and Gottfried Helnwein Stage, light and costumes: Gottfried Helnwein Director, Choreography: Gregor Seyffert & Compagnie Berlin Robert-Schumann-Festival 2004 Tonhalle Düsseldorf Conductor: John Fiore Sopran: Jörg Waschinski Düsseldorfer Symphoniker Chor des Städtischen Musikvereins Düsseldorf |
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SCHUMANNS DAS PARADIES UND DIE PERI- ATEMBERAUBENDE SZENISCHE REALISIERUNG IN DER DÜSSELDORFER TONHALLE
13. Juli 2004 Der neue Merker Oper, Ballett und Konzert Peter Bilsing Gregor Seyffert hat zusammen mit Gottfried Helnwein ein im wesentlichen tänzerisches, hochintelligentes Konzept entworfen Für das 8.Internationale Schumann-Fest in Düsseldorf brachte man nun ein kongeniales Team zusammen, um eine komplette szenische Umsetzung in der altehrwürdigen Tonhalle zu realisieren. Gregor Seyffert – mit Preisen geradezu überschüttete Tanzikone – hat zusammen mit Gottfried Helnwein – international geachteter Künstler und Bühnenbildner – ein im wesentlichen tänzerisches, hochintelligentes Konzept entworfen, welches alle Mittel moderner, multimedialer Bühnengestaltung beinhaltet; dem Besucher gehen förmlich die Augen über. Vor lauter medialer Aktivität könnte man fast die traumhaft schöne Musik und den Gesang vergessen. Frenetischer, nicht enden-wollender Beifall, eines begeisterten Düsseldorfer Publikums, für einen Abend, den keiner so schnell vergessen wird. Lebendigstes Musiktheater, welches der sich zur Zeit im Tiefschlaf befindenden Deutschen Oper am Rhein nicht nur konkurrenzlos den Ruhm abgräbt, sondern zeigt, daß Düsseldorf durchaus Weltklasse bieten kann. Warum nicht öfter ? |
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Helnwein und die Bühne
Texts, reviews and essays about Gottfried Helnwein's work for the stage.
Theater, ballet, opera, video and film. Stage design, costumes, make-up and maskes. Texte, Rezensionen und Essays, über Gottfried Helnweins Arbeit für die Bühne. Theater, Ballet, Oper, Video und Film. Bühnenbild, Licht, Kostüme und Maske. |
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| 2004 | Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818 | Manfred Hill | |
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