Helnwein ( texte )
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Gottfried Helnwein : William S. Burroughs
William S. Burroughs
poet
Helnwein, Faces

Edition Stemmle

It is the function of the artist to evoke the experience of surprised recognition:
to show the viewer what he knows but does not know that he knows.
Helnwein is a master of surprised recognition. ... +
Gottfried Helnwein, HELNWEIN FACES

Gottfried Helnwein : Charles Bukowski
Edition Stemmle
Schaffhausen
Reinhold Mißelbeck

Curator for photography and new media, Museum Ludwig, Cologne

Looking at Gottfried Helnwein' portraits, we once again experience the shock of the new, of an unprecedented view of the person opposite. I have observed many people confronted with these portraits for the first time and again and again they would show surprise, intensity of experience and fascination. Helnwein's portraits can be seen as counterpoles to the technically sophisticated smoothnes of the portraits of Robert Mapplethorpe. ... +
Gottfried Helnwein, HELNWEIN FACES

Gottfried Helnwein : Kindskopf (Head of a Child)
Peter Zawrel
Chief curator, Museum of Lower Austria
Exhibition catalogue

Museum of Lower Austria

The auratic face of a child, six metres high, four metres wide, hanging in the triumphal arch of a medieval church, surrounded by dozens of canvases in the standard size of 200 by 140 cm that are mounted on the church's pillars and walls show heads and fantasy creatures which only on closer inspection may be easily recognized as children's drawings - once more Helnwein upsets traditional structures of perception in a number of ways, including the expectations that visitors have of a Helnwein exhibition. This is signalled already by the title "KINDSKOPF", which in addition to being a reference to the theme depicted (the head of a child) refers to the ironically serious self-representation of the artist (in German "Kindskopf" is a somewhat condescending colloquialism for an adult acting in childish ways), similar to Helnwein's earlier catalogue title "Subhuman" ("Untermensch") of 1988. ... +
Gottfried Helnwein, Installation at Niederösterreichisches Landesmuseum in the Minoritenkirche Krems/Stein, 26. May - 7. July 1991

Gottfried Helnwein : Scene from Macbeth
Fischer Verlag
Hildegard Kraus
Johann Kresnik
Wenn eine Steigerung möglich ist, gelingt sie Kresnik, im Frühjahr 1988, mit seinem nächsten Stück: Macbeth. Natürlich erzählt Kresniks Choreographisches Theater die blutgetränkte Fabel Shakespeares nicht einfach nach. Es hat sich einiger Motive bemächtigt die es wieder und wieder repetiert, in großaufgerissenen, heftig blutenden Bildern und verstörten, irrsinnigen Aktionen, denen der Kresnik geistesverwandte Wiener Maler Gottfried Helnwein als Bühnen- und Kostümbildner lediglich drei Farben gegeben hat: das Schwarz des Todes, das Weiß der Schlachthofwände und Leichentücher und das Rot des Blutes. Das Drama von Königsmord und Wahnsinn erscheint bei Kresnik wie durch den Fleischwolf gedreht: ein Hackstück, roh und triefend von Blut. Bis kurz vor Schluß der Aufführung gibt es keinerlei Entwicklung; nur Ansichten und Variationen von Tod, Mord und Irresein, umgesetzt in bohrende Bilder und verstörende Aktionen. Die Welt als Schlachthaus, abendfüllend und ohne Perspektivenwechsel, ohne Hoffnungsschimmer. Die Figuren heißen zwar "Banquo", "Duncan", "Macbeth" und "Macduff" samt zugehörigen Ladies; auch die drei Hexen, die mit ihren Einflüsterungen die originale Tragödie erst in Gang setzen, sind vorhanden als Mischung aus BDM-Mädchen, Militärpolizistinnen und Go-go-Girls: hübsche Harpyien des Grauens, die das monogam in sich kreisende, mit Blut geschmierte Geschehen antreiben und kontrollieren. ... +

Gottfried Helnwein :
Medizin+Kunst
2. Jahrgang
F.S.
Der Maler des Menschen als Opfer in seiner Qual
Helnwein zeigt wie nur wenige Künstler in schonungsloser Offenheit und Direktheit den Menschen als Opfer in seiner Qual -- ausgeliefert einer Umwelt voller Bedrohungen. Damit fügt er sich ein in die Reihen so bekannter Maler wie Pieter Breughel, Egon Schiele oder Francis Bacon, die er letzlich in bezug auf ungeschminkte, überzeichnete Darstellungsformen noch weit übertrifft. ... +

Gottfried Helnwein :
Edition Cantz
A Kathleen Maddan edition in association with Edition Cantz
Marlene Dietrich
For the occasion of the fall of the Berlin-wall Gottfried Helnwein and Marlene Dietrich created the book "Some Facts about Myself"
text by Marlene Dietrich
conception by Gottfried Helnwein
photographs of Berlin by Gottfried Helnwein
design und layout by Neville Brody and Giles Dunn ... +

Marlene Dietrich
They are completely apart from other human beings.
Their emotions, all their feelings,their reactions are opposed to so-called "normal" people's sentiments.
They are vulnerable and deeple sensitive people, due to their talents, their super-imagination, their knowledge of hidden influences of which we ordinary human beings are not.
They are not easy to live with - if you choose to live with them at all, if you have the luck to meet them at all.
Writers, composers, painters - also artists like directors, and actors fall into the same category.
They are to be handeled with kid-gloves, mentally and physically.
And their reactions go to extremes, compared to non-artistic human beings.
And I was lucky enough to meet and love and work for many, many artists,
I learned not without heartbreak and pain, to become a better, more intelligent, respectful and devoted person.
No tears were wasted in the process. My tears - not theirs!
-
Marlene Dietrich ... +

Gottfried Helnwein : The Silent Glow of the Avant-Garde I
polyaisthesis 5
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Mozarteum, Salzburg
Susanne Vill

beiträge zur integration der künste und der wissenschaften und zu ihrer umsetzung in die pädagogische praxis

Über Kunst und ihre Botschaft im postmodernen Dschungel transkultureller Rätsel.
An dieser Stelle sollen nun drei Beispiele diskutiert werden, Bilder von Klaus Staeck, Gottfried Helnwein und Paolo Baratella, die das ästhetische Programm der Protestmalerei bis zum gesellschaftlichen Eklat getrieben haben.
Helnweins Bilder erwecken eine tiefere Angst vor sadomasochistischer Gewalt, vor Exzessen des Umgangs mit Menschen, die gequält werden, selbst quälen und dem Schrecken der Technik, der Medien oder dem Krankenhausterror ausgeliefert sind. Der Ekel, den seine superrealistischen Bilder vor allem Kranken, Abnormen, Deformierten in seiner hilflosen Auslieferung an gewaltsame Überformung auslösen, ist extremes Schockmittel im Sinne von Antonin Artauds Wirkungsästhetik.
"Malen ist sich wehren", sagt Helnwein über seine Motivation. Sein Thema der Bedrohung und Gefährdung scheint den Nerv der Zeit zu treffen, der Aufschrei, den das stumme Medium verschweigt, bricht in jedem Betrachter selbst aus und schlägt die empathische Brücke über die Grenzen von Klassen, Rassen und Kulturen hinweg. ... +
Gottfried Helnwein, Internationale Gesellschaft für Polyästhetische Erziehung, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Mozarteum, Salzburg

Gottfried Helnwein : Fainting Magdalene (after the lost Caravaggio painting)
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Roland Gross
Gottfried Helnwein in Essen.
Durch die Ausstellung im Essener Museum Folkwang mit über fünfzig Pastellen, Aquarellen, und Zeichnungen, die zusammen eine konzentrierte Werksübersicht seit 1969 ergeben, führt jener, blutrote, nicht zuletzt austriatypische Faden.
Seine Kinder waren immer verletzt, mißraten, dannoch voll trotziger Phantasie. Anfang der siebziger Jahre fertigte der 1948 in Wien geborene Gottfried Helnwein die lieben Kleinen in einer porentief detailbesessenen Mischtechnik aus Farbstift, und Aquarell: Rosa Puffärmel, aus denen bandagierte Hände zum Vorschein kommen, Pupillen, die ebenso puttenhaft kullern wie gespenstisch verdreht sind. Oft war die Lippenpartie eingeschnitten, narbig vernäht und lege einen Teil des Gebisses frei.
Immer traf man hier auf einen jungen Verwandten jenes von dem Politbarden Franz-Josef Degenhardt erdachten Hasenscharten-Kindes, "das biß, wenn's bitte sagen sollt". Auch die Federzeichnungen, die in der Nachfolge des dunklen Phantasten Alfred Kubin zwischen 1974 und 1979 entstanden, waren deutlich geprägt durch das Thema "Kind",
ebenso wie die ganz frühen Wiener Straßenaktionen, an denen Kinder mit Kopfbandagen beteiligt waren ("Aktion Sorgenkind", 1972).
Ein Zyklus von Hochformaten widmet sich dem 1948 verstorbenen Schauspieler und Dramatiker Antonin Artraud, der den Surrealismus in Frankreich mit höchster Intensität aud die Bühne bringen wollte und sein letztes Lebensjahrzehnt in einer Nerven-Heilanstalt verbrachte.
Zusammen mit dem Choreographen Johann Kresnik und dem DDR-Dramatiker Heiner Müller, der Gottfried Helnweins Bilder als inspirative Grundlage für ein Artaud-Stück aufnehmen möchte, entsteht derzeit ein Artaud-Projekt.
In "Artaud als Marat", eine Arbeit, die sich wie die übrigen Artaud-Bilder an dokumentarischem Fotomaterial orientiert, erreicht Helnwein eine, wenn auch seitenverkehrte, Korrespondenz mit der bekannten Version des Jacques Louis David.
Das insgesamt in rosa Pastelltönen gehaltene Dichter-Portrait "Antonin Artaud" gerät Gottfried Helnwein zur düsteren Comic-Persiflage: Artaud erbricht eine unförmige, inhaltslose blauschwarze Sprechblase. ... +
Gottfried Helnwein, one-man show Museum Folkwang, Essen

Gottfried Helnwein :
MIZUE,Tokyo, Japan
季刊 夏 SUMMER 1989 No.951
Toshiharu Ito

伊藤俊治

黒い鏡 — ゴットフリート・ヘルンヴァインの世界
Artist of inner Turmoil.
Gottfried Helnwein's works from the 1980's are represented by the self-portraits in his "Black Mirror" series. However, these works reach far beyond the boundaries of the ordinary self-portrait. They reflect the inner wants and desperation which lies within the viewer's own self. Helnwein points out the new form of the modern self-portrait which involves the creator and viewer alike. ... +
Gottfried Helnwein, MIZUE, art magazine, Japan


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