15. březen 2007
Gespräch mit Gottfried Helnwein über die Ausstellung "Donald Duck - Die Ente ist Mensch geworden" im Karikaturmuseum Krems
Helnwein: Die archaischen Aphorismen, sinnigen Sentenzen, merkwürdigen Metaphern und wundersamen Weisheiten, welche die Sprache Entenhausens prägen, haben mich stets begleitet auf meinem Lebensweg und waren mir Erbauung, Mahnung und Trost in dunklen Stunden.
Ich verweise hier zum Beispiel auf den, nur schwer widerlegbaren, Ausspruch Dagobert Ducks: "Feingold ist besser als kein Gold" oder auf die Erkenntnis Daniel Düsentriebs: »Das beste Werkzeug ist ein Tand in eines tumben Toren Hand« - Bemerkenswert auch der erhabene Epilog einer ehrbaren Entenhausnerin: »Ich erziehe meine Töchter nach dem Grundsatz: 'Im Entsagen reich, im Ertragen stark, in der Arbeit unermüdlich!' Sittenloses Treiben lehne ich ab.«
Wenngleich für mich und Tick, Trick und Track eher galt:«Wir pfeifen auf Pomade, auf Seife, Kamm und Schwamm! Und bleiben lieber dreckig und wälzen uns im Schlamm!»
Und vergessen Sie bitte nicht den legendären Satz des Maharadschas von Zasterabad: "Die schlichten Bürger von Entenhausen sind von meiner Pracht geblendet. Man halte an, auf daß ich ein paar Rupien unter das Volk werfe!"
Oder die existenzielle Frage Donalds: «Schnurrli, Schnurrli, was soll das? Was ficht dich an?"
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