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8. březen 2006
ORF
Ö1 Kultur
Wiltrud Hackl
Gottfried Helnwein im Lentos
Mitte der achtziger Jahre verließ Helnwein Österreich in Richtung USA, wo seine Kunst - so Helnwein - besser verstanden und verkauft werden würde. Er sollte Recht behalten. Nun ist der Künstler nach jahrzehntelanger Ausstellungsabsenz wieder in Österreich. Zuletzt museal vertreten war Gottfried Helnwein 1985 in der Wiener Albertina. Bewusst einen Bogen um Österreich herum habe er aber nicht gemacht, meint Helnwein. Das Linzer Kunstmuseum Lentos sei für ihn einer der schönsten Museumsbauten, weshalb er sofort zusagte als die Museumsdirektorin Stella Rollig bei ihm anfragte.
07:00
Mi, 08.03.2006
Audio
Länge: 2:18 min
Ö1 Morgenjournal - Kultur
Gottfried Helnwein hat in den 1970er Jahren in Österreich für schockierende Magazincover und aufrüttelnde Aktionen zum Thema Kindesmissbrauch oder Vergangenheitsbewältigung gesorgt.
Seine Selbstporträts mit bandagiertem Kopf, in die Augen gedrückte Gabeln und schmerzverzerrtem Mund fanden sich auf Titelseiten, auf Plakaten und auch Plattencover von Rockbands wie den Scorpions.
Letzte Ausstellung in Österreich 1985
Mitte der achtziger Jahre verließ Helnwein Österreich in Richtung USA, wo seine Kunst - so Helnwein - besser verstanden und verkauft werden würde. Er sollte Recht behalten. Nun ist der Künstler nach jahrzehntelanger Ausstellungsabsenz wieder in Österreich.
Zuletzt museal vertreten war Gottfried Helnwein 1985 in der Wiener Albertina. Bewusst einen Bogen um Österreich herum habe er aber nicht gemacht, meint Helnwein. Das Linzer Kunstmuseum Lentos sei für ihn einer der schönsten Museumsbauten, weshalb er sofort zusagte als die Museumsdirektorin Stella Rollig bei ihm anfragte.
Maler, Zeichner, Kostüm- und Bühnenbildner
Inhaltlich hat sich in Helnweins Kunst nicht viel verändert, seit er das Land verlassen hat. Religion, Kindheit, Gewalt und Donald Duck bringt der Zeichner und Maler zu Blatt. Ästhetisch ansprechend, die Brüche oft versteckt hinter einer perfekten Oberfläche. Neben der Malerei hat sich Helnwein in der USA vor allem einen Namen als Kostüm- und Bühnenbildner gemacht, zuletzt 2005 für den Rosenkavalier an der Los Angeles Opera.
"Kunst muss Emotionen wecken"
Noch immer geht es ihm hauptsächlich darum, Emotionen zu wecken, auch wenn dies, so Helnwein, in der Kunst gar nicht so gefragt sei. Ab 9. März ist jetzt die erste große Helnwein-Retrospektive seit 20 Jahren im Linzer Kunstmuseum Lentos zu sehen.
Hör-Tipp
Gottfried Helnwein ist zu Gast im Kulturjournal, Mittwoch, 8. März 2006, 16:30 Uhr




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